Was tun die Parteien für die Kul­tur- und Kreativwirtschaft in Deutsch­land in der kom­menden Legislaturperiode?

Die nach­fol­gen­den Wahl­prüf­steine hat der Branchen­ver­band der Kul­tur- und Kreativwirtschaft Deutsch­land – Kreative Deutsch­land entwick­elt, um sie den aktuell im Bun­destag vertrete­nen Parteien (inklu­sive der FDP) zur schriftlichen Beant­wor­tung vorzulegen.

Die Antworten der jew­eili­gen Parteien sind auf Kreative Deutsch­land nachzule­sen. Dies ist keine Wahlempfehlung.

Frage 1
In den ver­gan­genen Jahren wuchs ins­beson­dere durch die Arbeit der Kul­tur- und Kreativwirtschaftsver­bände in den Städten, Regio­nen und Län­dern Deutsch­lands sowie durch die Mit­glieder des Net­zw­erks öffentlich­er Fördere­in­rich­tun­gen für die Kul­tur- und Kreativwirtschaft in Deutsch­land die volk­swirtschaftliche und wirtschaft­spoli­tis­che Anerken­nung der aus vie­len Kle­inst- und Einzelun­ternehmen beste­hen­den Kreativökonomie. Welchen Stel­len­wert nimmt die Branche im Pro­gramm Ihrer Partei ein?

Frage 2
Die Ini­tia­tive Kultur­ und Kreativwirtschaft der Bun­desregierung hat zum Ziel, „die Wet­tbe­werb­s­fähigkeit der Branche zu stärken und die Erwerb­schan­cen inno­v­a­tiv­er klein­er Kul­turbe­triebe sowie freis­chaf­fend­er Kün­st­lerin­nen und Kün­stler zu verbessern“ (www.kultur­kreativ­wirtschaft.de). Seit Abschluss der Region­al­ber­atun­gen 2014 find­et jedoch keine direk­te Förderung der Akteure im Rah­men des Pro­gramms mehr statt. Wie beab­sichtigt Ihre Partei die vorhan­de­nen Bun­desmit­tel zukün­ftig einzuset­zen, um ins­beson­dere die Akteure vor Ort zu unterstützen?

Frage 3
Zahlre­iche Stu­di­en zur Branche kom­men zu dem Ergeb­nis, dass die Zusam­me­nar­beit in Net­zw­erken für die klein­teilige Branche der Schlüs­sel zum wirtschaftlichen Erfolg der Akteure ist. Den­noch erhal­ten die meis­ten Net­zw­erke keine insti­tu­tionelle Förderung. Welche Posi­tion ver­tritt Ihre Partei beim The­ma Netzwerkförderung?

Frage 4
Inno­va­tions­förderung bezog sich in Deutsch­land bis­lang bis­lang vor allem auf Investi­tions­förderung bei tech­nis­chen Inno­va­tio­nen. In der aktuellen Studie über „Ökonomis­che und ver­wal­tungs-tech­nis­che Grund­la­gen ein­er möglichen öffentlichen Förderung von nicht­tech­nis­chen Inno­va­tio­nen“ im Auf­trag des BMWi liegen „Schw­er­punk­te der Unter­suchung auf der Kreativwirtschaft (z.B. Games­branche), der Energiewirtschaft, der dig­i­tal­en Gesund­heitswirtschaft sowie auf weit­eren dig­i­tal indus­tries“ (S.4). Damit wer­den bre­it­en nicht­tech­nis­chen und sozialen Inno­va­tio­nen der Kul­tur- und Kreativwirtschaft eine gerin­gere Pri­or­ität eingeräumt. Welchen Fokus legt Ihre Partei bei der zukün­fti­gen Förderung von nicht­tech­nis­chen Innovationen?

Frage 5
In den ver­gan­genen Jahren fand in Deutsch­land und Europa eine inten­sive Auseinan­der­set­zung über den Schutz von Urhe­ber­recht­en im dig­i­tal­en Zeital­ter statt. Diese Diskus­sion ist für die Kreativökonomie, zu der sowohl Urhebende (bspw. Jour­nal­istIn­nen, Kom­pon­istIn­nen, Tex­terIn­nen) als auch Ver­w­er­tende (bspw. Blog­ger, DJs) gehören, von hoher Bedeu­tung. Welche Stand­punk­te ver­tritt Ihre Partei in Bezug auf den Urheber­ und Leistungsschutz?

Frage 6
Anders als für abhängig Beschäftigte gibt es für junge Selb­ständi­ge und UnternehmerIn­nen keine attrak­tive Ange­bote zum Auf­bau ein­er Altersvor­sorge (die so genan­nte „Rürup-Rente“ ist ger­ade für junge Men­schen im Gegen­satz zur „Riester-Rente“ finanziell unat­trak­tiv). Wie möchte Ihre Partei diese Sit­u­a­tion ändern?

Frage 7
Viele schöpferisch tätige Kreativun­ternehmerIn­nen sind in der Kün­stler­sozialka­sse (KSK) abgesichert. Wie möchte Ihre Partei das Sys­tem der Sozialver­sicherung für diesen Per­so­n­enkreis kün­ftig gestalten?

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