Anlässlich der Jahreskon­ferenz zur Kul­tur- und Kreativwirtschaft wurde in Berlin der Mon­i­tor­ing­bericht 2016: Aus­gewählte wirtschaftliche Eck­dat­en der Kul­tur- und Kreativwirtschaft vorgestellt. Aus diesem geht her­vor, dass die Branche ein sta­biles und langfristiges Umsatzwach­s­tum und eine kon­tinuier­lich wach­sende Unternehmen­szahl zu verze­ich­nen hat.

Die Fakten

2015 zählte die Kul­tur- und Kreativwirtschaft 250.600 Unternehmen. Ins­ge­samt waren ca. 1,6 Mio. Erwerb­stätige (mit einem Einkom­men über 17.5000 EUR/Jahr) in Deutsch­land beschäftigt, davon sind 1,08 Mio. Kern­er­web­stätige. Damit macht die Kul­tur- und Kreativwirtschaft 7,65% der Gesamtwirtschaft aus.

Im Jahr 2015 wurde außer­dem ein Gesam­tum­satz von 150,4 Mrd. EUR erwirtschaftet. Die Brut­tow­ertschöp­fung liegt mit 64 Mrd. EUR zwar nach der Auto­mo­bilin­dus­trie und dem Maschi­nen­bau, aber noch vor der chemis­chen Indus­trie und Energieversorgung.

Aus dem Mon­i­tor­ing­bericht geht eben­falls her­vor, dass die Unternehmensgrün­dun­gen — außer im Bere­ich Soft­ware und Gamesin­dus­trie — im Ver­gle­ich zum Vor­jahr zwar leicht nachge­lassen haben, die Wach­s­tum­srate der Unternehmerzahl allerd­ings immer noch höher ist als in der Gesamtwirtschaft.

Herausforderungen und Chancen

Poten­tial beste­ht in der Inter­na­tion­al­isierung und Exportleis­tung der Kul­tur- und Kreativwirtschaft. Unternehmen soll hier durch die erhöhte Bere­it­stel­lung von Infor­ma­tion­s­ma­te­ri­alien, aber auch durch Ansprech­part­ner ein leichter­er Ein­stieg in inter­na­tionale Märk­te gewährt werden.

Deut­lich­es Charak­ter­is­tikum der Branche bleibt weit­er­hin der hohe Inno­va­tions­fak­tor der Kul­tur- und Kreativwirtschaft. 51% der branchen­spez­i­fis­chen Unternehmen haben im Jahr 2015 eine Pro­dukt- oder Prozessin­no­va­tion einge­führt, allen voran die Soft­ware und Gamesin­dus­trie. Allerd­ings müssen auch weit­er­hin die nicht­tech­nis­chen Inno­va­tio­nen bess­er unter­stützt wer­den, etwa durch Inno­va­tion­szen­tren und Förderangebote.

Der Mon­i­tor­ing­bericht 2016 der Bun­desregierung für Wirtschaft und Energie kann hier herun­terge­laden werden.

Quelle: BMWI