Die Säch­sis­che Staat­sregierung hat eine neue Mit­tel­stand­srichtlin­ie beschlossen. Mit der Weit­er­en­twick­lung der Richtlin­ie möchte das Säch­sis­che Staatsmin­is­teri­um für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) die Förderung von Unternehmen vere­in­fachen, Inno­va­tion stärk­er fördern und es dem Mit­tel­stand erle­ichtern, die Chan­cen des dig­i­tal­en Wan­dels zu nutzen. Auch Unternehmen aus der Kul­tur- und Kreativwirtschaft prof­i­tieren von der Entwicklung.

Weiterentwicklung der sächsischen Mittelstandsförderung

Ziel ist es, kleinen und mit­tleren Unternehmen (KMU) sowie Exis­ten­z­grün­derIn­nen noch bess­er bei der Bewäl­ti­gung neuer Her­aus­forderun­gen zu helfen. Der Fokus liegt dabei auf Inno­va­tionsver­hal­ten und dig­i­talem Wandel.

Neuen Akzente der sächsischen Mittelstandsrichtlinie:

  • Die Betrieb­s­ber­atung wird neu geord­net. Die Dig­i­tal­isierung von Geschäftsmod­ellensowie Per­son­alen­twick­lungund Fachkräftesicherungsind nun­mehr expliz­it benan­nte Beratungsgegenstände.

 

  • Ange­bote für die Dig­i­tal­isierung von Geschäft­sprozessen und Infor­ma­tion­ss­chutzsind unter diesem genan­nten Bere­ich erweit­ert. Die Förderquote der bewährten E‑Busi­ness-Förderungwird von 40 auf 50 Prozenterhöht. Darüber hin­aus soll die Förderung dazu beitra­gen, den Schutz von Infor­ma­tio­nen und IT-Sys­te­men zu verbessern und den Infor­ma­tion­ss­chutz in kleinen und mit­tleren Unternehmen konzep­tionell voranzutreiben. Die neue Förderkom­po­nente heißt Informationsschutz.

 

  • Der Inno­va­tions­be­griff unter Mark­te­in­führung inno­v­a­tiv­er Pro­duk­te, Ver­fahren oder Dien­stleis­tun­gen wird um nicht­tech­nis­che Inno­va­tio­nen erweit­ert, um etwa die Kul­tur- und Kreativwirtschaft stärk­er einzubeziehen. Um dig­i­tale Pro­duk­teund Dien­ste junger Unternehmen stärk­er zu unter­stützen, wurde für Start-ups die Förderquote von 50 auf 75 Prozent erhöht.

 

  • Die Richtlin­ie ist adres­saten­fre­undlich­er gestal­tet und wird durch die Vere­in­fachung von Ver­wal­tungsver­fahren, z. B. durch den Weg­fall von Ver­gabevorschriften, Zweck­bindungs­fris­ten und Zwis­chen­ver­wen­dungsnach­weisen, für die Unternehmen unbürokratis­ch­er. Die Säch­sis­che Auf­baubank – Förder­bank – (SAB)plant bei den Pro­gram­men Messe­beteili­gung und E‑Business in einem Pilotvorhaben ab Juni 2018 schrit­tweise eine elek­tro­n­is­che Antrag­stel­lungeinzuführen.

 

  • Dem Aspekt „Gute Arbeit“ wird bei den Pro­gram­men Mark­te­in­führung, E‑Business und Infor­ma­tion­ss­chutz Rech­nung getra­gen. Tar­ifge­bun­dene Unternehmen kön­nen hier eine um 10 Prozent­punk­te erhöhte Förderquote

Die Richtlin­ie wird am Tag nach der Veröf­fentlichung im Säch­sis­chen Amts­blatt in Kraft treten. Bewil­li­gungs­be­hörde ist die SAB.
Weit­ere Infor­ma­tio­nen zur Förderung.

Hintergrund:

Die Mit­tel­stand­srichtlin­ie umfasst Beratungsange­bote für Grün­derIn­nen und KMU, Messe­beteili­gun­gen, die Ein­führung von E‑Busi­ness-Pro­jek­ten und die Mark­te­in­führung von Inno­va­tio­nen. Auch die Unter­stützung organ­i­sa­tion­seigen­er Bera­terIn­nen bei Kam­mern und Ver­bän­den sowie die Förderung über­be­trieblich­er Aus­bil­dungsstät­ten sind Gegen­stand der Richtlin­ie. Hier­für ste­hen ins­ge­samt ca. 20 Mil­lio­nen Euro pro Jahr für zur Verfügung.