CODE OHNE INTERFACE: Warum Sachsens Innovationsstrategie ohne Kreativwirtschaft unrentabel bleibt.

Spitzenforschung braucht eine starke Schnittstelle zur Praxis und die richtige Story, um am Markt zu gewinnen. Gemeinsam mit dem Games & XR Mitteldeutschland e.V. und dem Filmverband Sachsen e.V. hat der Landesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen e.V. ein zentrales Impulspapier zur Fortschreibung der sächsischen Innovationsstrategie erarbeitet.

Sachsen ist hervorragend darin, Spitzenforschung und High-Tech-Hardware zu entwickeln. Doch wenn es darum geht, diese Technologien in marktfähige, nutzerzentrierte und gesellschaftlich akzeptierte Anwendungen zu übersetzen, stockt der Prozess. Dass die Kultur- und Kreativwirtschaft im vorliegenden Entwurf der Landesinnovationsstrategie des SMWA lediglich an einer einzigen Stelle erwähnt wird, greift daher fundamental zu kurz.

Dreier-Allianz für Sachsens Innovationszukunft

Um diesem blinden Fleck der sächsischen Wirtschaftspolitik entgegenzuwirken, haben sich die drei Branchenverbände zusammengeschlossen. Als gemeinsame Stimme machen wir uns für die Belange der gesamten Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) im Freistaat Sachsen stark – einem Wirtschaftssektor von enormer Tragweite:

  • Über 10.000 Unternehmen, Studios und Freiberufler

  • Rund 70.000 Erwerbstätige und Hochqualifizierte

  • Mehr als 4 Milliarden Euro Jahresumsatz

Damit steht unser Sektor gemessen an den Beschäftigtenzahlen auf Augenhöhe mit traditionellen Leitzweigen wie dem sächsischen Maschinenbau.

Unsere Kernforderungen auf einen Blick

In unserem Impulspapier „CODE OHNE INTERFACE: Warum Sachsens Innovationsstrategie ohne Kreativwirtschaft unrentabel bleibt.“ formulieren wir konkrete Ergänzungen für die Staatsregierung:

  1. KKW als Schnittstelle für Cross-Innovation verankern: Kreative Methoden (Key Enabling Methodologies) als Standard für den Wissenstransfer etablieren.

  2. Film, Games & XR als Schlüsseltechnologien anerkennen: Visuelles Storytelling, Realtime-3D-Engines und Virtual Production für die sächsische Industrie und Medizin nutzbar machen.

  3. Experimentierräume & Creative Hubs fördern: Flächendeckende Vernetzung und Finanzierung von Reallaboren sicherstellen.

  4. MINT zu STEAM erweitern: Kreativ- und Designkompetenzen fest in Bildungs- und Innovationspfade integrieren.

  5. Transformation gesellschaftlich verankern: Den Wandel durch narrative und soziale Innovationen für die Bevölkerung verständlich und gestaltbar machen.

Erst wenn technologische Exzellenz und kreatives Übersetzungshandwerk Hand in Hand gehen, entfaltet Sachsens Innovationsökosystem seine volle Strahlkraft. Wir laden die Staatsregierung ein, diesen Schritt jetzt gemeinsam mit uns zu gehen.

Das vollständige Impulspapier als herunterladen finden Sie hier:

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