Satzung Lan­desver­band der Kul­tur- und Kreativwirtschaft Sach­sen e.V. vom 30.11.2017

§1 Name, Sitz, Eintragungsbegehren

1. Der Vere­in führt den Namen Lan­desver­band der Kul­tur- und Kreativwirtschaft Sach­sen, hat seinen Sitz in Dres­den und soll in das Vere­in­sreg­is­ter einge­tra­gen wer­den.

2. Nach der Ein­tra­gung lautet der Name des Vere­ins Lan­desver­band der Kul­tur- und Kreativwirtschaft Sach­sen e.V.

§ 2 Zweck

1. Zweck des Vere­ins ist die Förderung der Kul­tur- und Kreativwirtschaft in Sach­sen.
2. Der Satzungszweck des Vere­ins wird ins­beson­dere ver­wirk­licht durch:

a. Förderung der Zusam­me­nar­beit regionaler Ver­bände der Kul­tur- und Kreativwirtschaft und Inter­essen­vertre­tung der Ver­bände gegenüber der Lan­des- und Bundespolitik

b. Förderung der Akzep­tanz und der Wahrnehmung von Unternehmen der Kul­tur- und Kreativwirtschaft und der Ver­net­zung der Unternehmen zur Förderung des wirtschaftlichen Wach­s­tums und der Verbesserung der Arbeits­be­din­gun­gen in Sachsen.

c. Verbindung, Erfahrungsaus­tausch und Koop­er­a­tion mit säch­sis­chen Inter­es­sen­grup­pen und Organ­i­sa­tio­nen aus den Bere­ichen Wirtschaft, Poli­tik, Aus- und Weit­er­bil­dung, Kun­st und Kul­tur sowie ähn­lich gelagerten Branchen­ver­bän­den aus anderen Regio­nen und Städten.

d. Durch­führung von Ver­anstal­tun­gen zur Förderung der Kul­tur- und Kreativwirtschaft und Bere­it­stel­lung von Infor­ma­tions- und Beratungsange­boten.

e. Erar­beitung von Stan­dards für die Branchen

3. Der Zweck des Vere­ins ist nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäfts­be­trieb gerichtet.

§ 3 Erwerb der Mitgliedschaft

1. Natür­liche Per­so­n­en kön­nen ordentlich­es Mit­glied wer­den, wenn sie in den in Absatz 3 genan­nten Teil­branchen der Kul­tur- und Kreativwirtschaft tätig sind oder Akteure dieser Teil­branchen durch ihre Arbeit in einem Branchen­ver­band unter­stützen.

2. Juris­tis­che Per­so­n­en kön­nen ordentlich­es Mit­glied wer­den, wenn sie als Region­alver­bände mit Sitz im Freis­taat Sach­sen die Inter­essen von Unternehmen, Selb­st­ständi­gen und Angestell­ten der in Absatz 3 genan­nten Teil­branchen der Kul­tur- und Kreativwirtschaft vertreten und durch den Vere­in erar­beit­eten Stan­dards akzep­tieren und umset­zen.

Zur Kul­tur- und Kreativwirtschaft zählen fol­gende Teilbereiche:

a) Musik­wirtschaft (Beispiel­sweise: Ver­legen von bespiel­ten Tongeräten und Musikalien; Selb­st­ständi­ge Kom­pon­istin­nen, Kom­pon­is­ten, Musik­bear­bei­t­erin­nen und Musik­bear­beit­er; Einzel­han­del mit Musikin­stru­menten und Musikalien)

b) Buch­markt (Beispiel­sweise: Ver­legen von Büch­ern und Fachzeitschriften; Selb­st­ständi­ge Schrift­stel­lerin­nen und Schrift­steller; Einzel­han­del mit Büch­ern und Fachzeitschriften)

c) Kun­st­markt (Beispiel­sweise: Selb­st­ständi­ge bildende Kün­st­lerin­nen und Kün­stlern, kom­merzielle Kun­stausstel­lun­gen und Gale­rien; Einzel­han­del mit Kun­st­ge­gen­stän­den, Bildern und kun­st­gewerblichen Erzeug­nis­sen; Fotografis­ches Gewerbe)

d) Filmwirtschaft (Beispiel­sweise: Her­stel­lung von Kino‑, Fernseh‑, Indus­trie, Wirtschafts. und Wer­be­filmen; Filmver­leih; Video­pro­gram­man­bi­eter, Filmver­trieb, Kinos)

e) Rund­funkwirtschaft (Beispiel­sweise: Rund­funkver­anstal­ter, Her­stel­lung von hör­funk- und Fernseh­pro­gram­men; Selb­st­ständi­ge Film‑, Hör­funk- und Fernsehkün­st­lerin­nen und ‑kün­stler)

f) Markt für darstel­lende Kün­ste (Beispiel­sweise: The­aterensem­bles, Bal­lettgrup­pen, Orch­ester, Kapellen und Chöre, Selb­st­ständi­ge Artistin­nen und Artis­ten, Selb­st­ständi­ge Büh­nenkün­st­ler­i­nenn und ‑kün­stler, Opern.- und Schaus­piel­häuser, Konz­erthallen und ähn­liche Ein­rich­tun­gen, Vari­en­tés und Kle­in­stkun­st­büh­nen)

g) Architek­tur­markt (Beispiel­sweise: Architek­tur­büros für Hochbau und für Innenar­chitek­tur, Architek­tur­büros für Orts‑, Region­al- und Lan­des­pla­nung, Architek­tur­büros für Garten- und Land­schafts­gestal­tung)

h) Design­wirtschaft (Beispiel­sweis: Ate­liers für Textil‑, Schmuck‑, Möbel- u.ä. Design, Büros für Indus­trie-Design)

i) Presse­markt (Beispiel­sweise: Ver­legen von Tageszeitun­gen, Wochen- und Son­ntagszeitun­gen, all­ge­meinen Zeitschriften, Son­sti­gen Zeitschriften, Kor­re­spon­denz- und Nachricht­en­büros, Selb­st­ständi­ge Jour­nal­istin­nen, Jour­nal­is­ten, Presse­fo­tografinnen und Presse­fo­tografen)

j) Werbe­markt (Beispiel­sweise: Wer­begestal­tung, Werbe­mit­telver­bre­itung und Wer­bev­er­mit­tlung)

k) Soft­ware-/Gamesin­dus­trie (Beispiel­sweise: Ver­legen von Soft­ware, Soft­ware­ber­atung, Entwick­lung und Pro­gram­mierung von Inter­net­präsen­ta­tio­nen, son­stige Soft­wa­reen­twick­lung)

l) son­stige (Tätigkeit­en, die erwerb­swirtschaftlich ori­en­tiert sind und sich mit der Pro­duk­tion, Verteilung und/oder der medi­alen Ver­bre­itung von kulturellen/kreativen Gütern und Dien­stleis­tun­gen befassen)

3. Fördernde Mit­glieder kön­nen alle natür­lichen und juris­tis­chen Per­so­n­en wer­den, welche die Ziele des Vere­ins unter­stützen. Fördern­der Mit­glieder haben auf Mit­gliederver­samm­lun­gen Anwe­sen­heits- und Red­erecht, aber kein Stimm- und aktives/passives Wahlrecht.

4. Über den schriftliche Auf­nah­meantrag entschei­det der Vor­stand. Ein Anspruch auf Auf­nahme beste­ht nicht.

§ 4 Beiträge

Von den ordentlichen und fördern­den Mit­gliedern wer­den Beiträge erhoben. Die Höhe und Fäl­ligkeit der Beiträge wer­den durch die Mit­gliederver­samm­lung festgelegt.

§ 5 Beendigung der Mitgliedschaft

1. Die Mit­glied­schaft endet durch Erlöschen der juris­tis­chen Per­son, durch frei­willi­gen Aus­tritt oder durch Auss­chluss aus dem Vere­in.

2. Der frei­willige Aus­tritt erfol­gt durch schriftliche Erk­lärung gegenüber dem Vor­stand und ist mit ein­er Frist von drei Monat­en zum Schluss des Geschäft­s­jahres möglich.

3. Ein Mit­glied kann auf Beschluss des Vor­standes aus­geschlossen wer­den, wenn es das Anse­hen oder die Inter­essen des Vere­ins schädigt oder es mit seinen finanziellen Verpflich­tun­gen gegenüber dem Vere­in und nach wieder­holter Auf­forderung länger als 6 Monate im Rück­stand ist. Das Mit­glied ist vorher zu den Vor­wür­fen anzuhören. gegen den Beschluss kann das Mit­glied die Mit­gliederver­samm­lung anrufen. Diese entschei­det endgültig. Das Mit­glied ist zu der Ver­samm­lung einzu­laden und anzuhören.

4. Das Erlöschen der Mit­glied­schaft befre­it nicht von beste­hen­den Verpflich­tun­gen gegenüber dem Verein.

§ 6 Vorstand

1. Der Vor­stand im Sinne des §26 BGB beste­ht aus drei ordentlichen Mit­gliedern, die von der Mit­gliederver­samm­lung gewählt wer­den. Juris­tis­che Per­so­n­en han­deln im Vor­stand über ihre geset­zlichen Vertreter oder durch Bevollmächtigte.

2. Jed­er ist einzelvertre­tungs­berechtigt.

3. Beschlüsse wer­den mit ein­fach Stim­m­mehrheit gefasst. Der Vor­stand kann sich eine Geschäft­sor­d­nung geben.

4. Der Vor­stand ist berechtigt, für die Geschäfte der laufend­en Ver­wal­tung des Vere­ins einen Geschäfts­führer zu bestellen.

5. Die Mit­gliederver­samm­lung kann die Zahl der Mit­glieder des Vor­standes um bis zu weit­ere drei beson­dere Vertreter erhöhen. Beson­dere Vertreter sind min­destens Mit­glied in einem Mit­gliedsver­band des Landesverbands. 

§ 7 Wahl und Amtsdauer des Vorstandes

1. Vor­standsmit­glieder kön­nen nur ordentliche Mit­glieder des Vere­ins sein.

2. Der Vor­stand wird von der Mit­gliederver­samm­lung für die Dauer von 2 Jahren gewählt. Wieder­wahl ist zuläs­sig. Die Vor­standsmit­glieder bleiben in jedem Fall bis zu ein­er Neuwahl im Amt. Im Falle der Beendi­gung der Mit­glied­schaft im Vere­in endet das Vor­stand­samt.

3. Schei­det ein Vor­standsmit­glied vor Ablauf sein­er reg­ulären Amt­szeit aus, kann der Vor­stand eine Ergänzungswahl vornehmen, die der Bestä­ti­gung durch die näch­ste Mit­gliederver­samm­lung bedarf.

4. Der Vere­in kann sich eine Wahlord­nung geben.

§ 8 Mitgliederversammlung

1. Die ordentliche Mit­gliederver­samm­lung find­et jährlich statt. Sie wird on einem Vor­standsmit­glied oder einem Beauf­tragten mit ein­er Frist von 14 tagen unter Angabe der Tage­sor­d­nung ein­berufen. Die Ein­ladung erfol­gt an die vom Mit­glied zulet­zt angegebene E‑Mail Adresse; ist keine E‑Mail Adresse vorhan­den an die zulet­zt angegebene Postadresse.

2. Außeror­dentliche Mit­gliederver­samm­lun­gen kön­nen vom Vor­stand ein­berufen wer­den. Sie müssen ein­berufen wer­den, wenn min­destens ein Zehn­tel der Mit­glieder dies bei dem Vor­stand beantragt. Absatz 1 gilt entsprechende.

3. Die Mit­gliederver­samm­lung ist nichtöf­fentlich. Sie wird von einem Vor­standsmit­glied geleit­et, wenn sie nicht am Beginn der Sitzung einen Ver­samm­lungsleit­er wählt. Sie beschließt mit ein­fach­er Mehrheit der abgegeben Stim­men soweit das Gesetz keine andere Mehrheit vor­sieht. Zur Änderung der Satzung ist eine Mehrheit von drei Vier­tel (¾) der abgegebe­nen gülti­gen Stim­men, zur Auflö­sung des Vere­ins eine solche von vier Fün­f­tel (⅘) erforderlich.

§ 9 Beurkundung der Beschlüsse

Über den Ver­lauf der Mit­gliederver­samm­lung ist ein Pro­tokoll anzufer­ti­gen, dass die Beschlüsse im Wort­laut enthält und das vom Ver­samm­lungsleit­er und Pro­tokollführer unterze­ich­net wird.

§ 10 Auflösung

Bei Auflö­sung des Ver­ban­des fällt das Ver­mö­gen des Ver­bands an durch Beschluss der Mit­gliederver­samm­lung zu bes­tim­menden Organ­i­sa­tio­nen, die eben­falls die Inter­essen der Kul­tur- und Kreativwirtschaft des Freis­taates Sach­sen vertreten.