Genau heute vor einem Jahr einigte sich die säch­sis­che Regierungskoali­tion auf einen Koali­tionsver­trag. Er ist die Grund­lage für das Regierung­shan­deln in Sach­sen bis 2019. Wir haben uns den Ver­trag genau ange­se­hen: was ist für die Kul­tur- und Kreativwirtschaft drin?

Die Koali­tion­spart­ner sehen in der Kreativwirtschaft „eine Branche mit hoher Inno­va­tion­skraft, geprägt von Vielfalt und guten Beschäf­ti­gungs- und Entwick­lungspoten­zialen“. Für uns zen­tral: der Koali­tionsver­trag kündigt die „Anschub­fi­nanzierung eines selb­stor­gan­isierten Kom­pe­tenzzen­trums als Schnittstelle und Ansprech­part­ner zwis­chen admin­is­tra­tiv­er Ebene und Kul­tur- und Kreativbranche“ an. Ergänzend soll auch der erste Kul­tur­wirtschafts­bericht aus dem Jahr 2008 fort­geschrieben wer­den. Eine solide Daten­grund­lage in Form eines umfassenden Kul­tur­wirtschafts­berichts sowie ein laufend­es Mon­i­tor­ing zur Entwick­lung der Branche in Sachen ist aus unser­er Sicht unerlässlich.

Weit­er­hin soll die Inno­va­tion­sprämie für die Kul­tur- und Kreativwirtschaft geöffnet wer­den. Die Prämie unter­stützt kleine und mit­tlere Unternehmen bei ihrer Zusam­me­nar­beit mit Hochschulen, außeruni­ver­sitären Forschung­sein­rich­tun­gen und pri­vatwirtschaftlichen Anbietern.

Den säch­sis­chen Kun­sthochschulen schreibt die Koali­tion eine Mitwirkung an der Entwick­lung der Kul­tur- und Kreativwirtschaft zu. Das Lehrange­bot soll dafür die Bedin­gun­gen und Erfahrun­gen der Kul­tur- und Kreativwirtschaft aufgreifen.

Auch der Bre­it­ban­daus­bau soll forciert wer­den. Wir begrüßen dieses Vorhaben, da eine gute flächen­deck­ende Bre­it­band­ver­sorung ein wichtiger Stan­dort­fak­tor für Kul­tur- und Kreativschaf­fende im ländlichen Raum ist.

Die Koali­tion einigte sich außer­dem auf den Auf­bau eines Soft­ware­forschungsin­sti­tuts, das Sicher­heit­skonzepte für das kün­ftige „Inter­net der Dinge“ und die „Indus­trie 4.0“ entwick­eln soll.