Bildschirmfoto 2016-08-09 um 14.16.43Die Lan­desar­beits­ge­mein­schaft der Indus­trie- und Han­del­skam­mern in Sach­sen legte Anfang Juli ihren Branchen­bericht zur Kul­tur- und Kreativwirtschaft in Sach­sen vor. Der Lan­desver­band begrüßt das Engage­ment der säch­sis­chen Indus­trie- und Han­del­skam­mern auf diesem Feld. Der Branchen­bericht liefert einen ersten wichti­gen Beitrag für die zukün­ftige Arbeit der Kam­mern, vor allem aber für die Kreativwirtschaftsver­bände, welche sich bei der Erstel­lung einge­bracht haben.

Umfassender Kulturwirtschaftsbericht und stetiges Monitoring in Sachsen sind notwendig

„Der Bericht gibt eine sehr gute Über­sicht zur Branchen­struk­tur der IHK-Mit­glied­sun­ternehmen, bildet aber nur einen kleinen Teil­bere­ich der Kul­tur- und Kreativwirtschaft in Sach­sen ab“, betont Ivo Zibul­la, Vor­standsvor­sitzen­der vom Mit­gliedsvere­in Kreatives Leipzig. „Es beste­ht daher drin­gend die Notwendigkeit eines neuer­lichen umfassenden säch­sis­chen Kul­tur­wirtschafts­bericht­es, sowie eines steti­gen Mon­i­tor­ings. Die Branche selb­st, ist auf­grund ihrer Klein­teiligkeit nicht in der Lage diese Auf­gabe aus eigen­er Kraft zu stem­men. Es braucht daher die Unter­stützung aus der Politik.“

Der Bericht zeigt, dass der Anteil der IHK-Mit­glied­sun­ternehmen, die for­mal zur Kul­tur- und Kreativwirtschaft zählen, noch höher ist, als der Anteil aller Kul­tur- und Kreativwirtschaft­sun­ternehmen in der säch­sis­chen Wirtschaft insgesamt.

Die säch­sis­chen Kreativver­bände haben neben dem Werbe­markt, der bei den IHK-Mit­glied­sun­ternehmen dominiert, einen bre­it­en Zugang zu allen Teil­branchen der Kul­tur- und Kreativwirtschaft in Sach­sen. Auch der Auf­tragge­ber­an­teil aus Handw­erk und Indus­trie ist noch aus­baufähig und eben­so liegt der Inter­na­tion­al­isierungs­grad mit 11% noch deut­lich unter dem Poten­tial der Branche im bun­desver­gle­ich. „Wie der Branchen­bericht zeigt, ist die Ertragslage der Kul­tur- und Kreativwirtschaft im Freis­taat gut, kann aber noch aus­ge­baut wer­den. Die Branchen­ver­bände sehen ihren Auf­trag darin, hier­für Unter­stützungsange­bote zu schaf­fen“, erläutert Clau­dia Muntschick, Vor­standsmit­glied des Branchen­ver­ban­des “Wir gestal­ten Dres­den”.

Kreativverbände in Sachsen sind gut aufgestellt und bereit Auftrag für ein selbstorganisiertes Kompetenzzentrum umzusetzen

Der Ver­net­zungs­grad der säch­sis­chen Kreativwirtschaft ist noch sehr ger­ing, den­noch ist der Wun­sch nach mehr Ver­net­zung, ger­ade bei Freiberu­flern, vorhan­den. „Erste Ver­net­zungsange­bote bieten die säch­sis­chen Kreativver­bände schon jet­zt und wer­den diese in Zukun­ft noch aus­bauen“ bekräftigt Lars Fass­mann, Vor­stand Kreatives Chem­nitz. „Wir sind für die beschriebe­nen Bedarfe der Kul­tur- und Kreativwirtschaft in Sach­sen sehr gut aufgestellt. Mehrjährige Erfahrun­gen in Bere­ichen wie Qual­i­fizierung, Ver­net­zung, Sicht­barkeit oder Wertschöp­fung mit allen Teil­branchen und Größen­klassen der Kul­tur- und Kreativwirtschaft in Sach­sen, aber auch die von Akteuren getra­gene Struk­tur machen den Lan­desver­band zum Wis­sensträger Num­mer 1 für dieses Thema.“

Gemein­sam mit den Kam­mern und Teil­mark­bere­ichen sind der Lan­desver­band und die städtis­chen Ver­bände inter­essiert, die Zukun­ft der Kul­tur- und Kreativwirtschaft in Sach­sen zu gestal­ten. Eine erste Grund­lage für diesen Schritt ist der Koali­tionsver­trag zwis­chen CDU und SPD und der darin enthal­tene Auf­trag an die säch­sis­chen Ver­bände, selb­stor­gan­isierte Unter­stützungsange­bote für die hiesige Kul­tur- und Kreativwirtschaft im ganzen Freis­taat umzusetzen.

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